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Pietà (lat.-it.)
Darstellung Marias mit dem Leichnahm Christi auf dem Schoß.
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Rezensentin

[x] 012. Re-read the 'Anne of Green Gables' series. (6/6)

Die liebe, liebe Anne Shirley. Ich habe mit dieser Buchreihe begonnen, da war ich vielleicht 14 und wollte unbedingt werden wie dieses rothaarige Waisenmädchen. Phantasievoll, intelligent, hübsch, kreativ, gefühlvoll, innig, herzlich. Jetzt bin ich 19, habe die Buchreihe zum gefühlten x-ten Mal beendet und bin immer noch neidisch. Auf dieses kleine Mädchen, das trotz schwerer Vergangenheit so phantasievoll-optimistisch aufwächst, so intelligent und ehrgeizig ist. Auch nach dem College, wenn sie als Anne Blythe älter ist als ich jetzt - wow. Ohje. Ich bin hoffnungslos verloren. Ein Klassiker von 1909 - kann auch 2009 noch gelesen werden. Immer wieder! Wow.
4.6.09 22:34


Gabriel García Márquez - Die Liebe in den Zeiten der Cholera

Als Florentino Ariza die bezaubernde junge Fermina Daza trifft, ist er hin und weg. Aufgrund seiner Schüchternheit beginnt er ihr aufzulauern, beobachtet sie zu jeder ihm möglichen Tageszeit und fängt auch bald an, ihr die wunderschönsten und poetischsten Liebesbriefe zu schreiben. Fermina Daza ist entzückt und geschmeichelt, sodass sie, im jugendlichen „Leichtsinn“, entsprechend auf diese Briefe reagiert. Alles scheint perfekt, die Hochzeit geplant – doch es kommt alles anders.

Auf Befehl ihres Vaters heiratet Fermina Daza den erfolgreichen und vielversprechenden Arzt Juvenal Urbino und entfernt sich seelisch sowie gesellschaftlich aus dem Leben von Florentino Ariza. Dessen Liebe allerdings wird nicht weniger, sondern von Tag zu Tag stärker, sodass selbst die entferntesten Orte und die wildesten Liebesbeziehungen ihn nicht von dem Wunsch abhalten können, die Liebe seines Lebens zu heiraten, sobald sie Witwe geworden ist.

51 Jahre, 9 Monate und 4 Tage später ist es soweit: Juvenal Urbino kommt durch einen ebenso lächerlichen wie tragischen Unfall ums Leben, und Florentino Ariza nutzt noch in der Nacht der Beerdigung seine Chance aus und gesteht Fermina Daza erneut seine Liebe. Die ist zuerst geschockt, doch durch einen stetig wachsenden Briefkontakt keimt nach und nach wieder der zarte Hauch einer Freundschaft auf, der bald zu einer blühenden Liebe erwacht, der selbst das Alter nichts anhaben kann...

„Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ ist keine leichte Lektüre und erst recht kein Buch für zwischendurch. Obwohl es teilweise ausschweifend geschrieben ist, gelingt es Gabriel García Márquez, die Geschichte der ewig währenden Liebe und der Angst, diese durch den Tod zu verlieren, so hautnah und lebensecht zu erzählen, dass man am Ende selbst an diese Macht zu glauben beginnt. Schicksal, ewige Liebe, Alter und Tod werden mit diesem Buch plötzlich schrecklich real und trotzdem – es hört nie auf, eine ständige und immerwährende Hoffnung auf das endgültige Glück erwecken...
16.11.08 12:09


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