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Pietà (lat.-it.)
Darstellung Marias mit dem Leichnahm Christi auf dem Schoß.
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changing

Ich bin arbeitslos und das merkt man mir an.

Mein Lebensstil ist fad geworden und die meiste Zeit sitze ich nur da und überlege, was ich tun soll, wo meine verdreckte Wohnung doch ein guter Anfang wäre, etwas zu tun. Man merkt mir diesen faden Lebensstil an.

Ich bin als Gesprächspartnerin kaum mehr zu gebrauchen, habe von meinem langweiligen Leben nichts zu erzählen, denn was passiert schon? Nichts was irgendwie von Bedeutung geschweige denn Interesse wäre und ich sollte dies als Ansporn nehmen, weniger von Gesprächen zu erwarten und weniger Gespräche zu forcieren, denn: Wozu?

Dennoch "wurstle" ich mich irgendwie durch, irgendwohin muss mein Weg ja führen. PAIS steht weiterhin offen; ich habe morgen ein Skype-Gespräch mit einer netten Frau von Pais:GB. Es ist eine Möglichkeit, die den Erwartungen meiner Familie und dem Rest meiner Umgebung widerspricht, aber ... ich will es, ich wünsche es mir und ich sehe darin ein kleines Amerika-Abenteuer, auch wenn es Großbritannien ist. Ich will weg. Neue Gegenden entdecken. Neue Menschen kennenlernen. Wie ein kleiner Neuanfang - ein Jahr lang.

Es fällt mir schwer, Erwartungen nicht gerecht zu werden, vor allem wenn sie aus den Reihen meiner eigenen Familie kommen und ich weiß, welche Reaktionen es nach sich ziehen wird. Aber ich denke, das wird es wert sein ... Das gilt es zu lernen. Ich habe nicht die Pflicht, Erwartungen gerecht zu werden, es ist mein Weg, den ich gehen werde.

Und ... ich bin vielleicht eine langweilige Gesprächspartnerin geworden, weil in meinen Leben nichts passiert ... wichtig ist, was in meinem Herzen passiert; und das befindet sich momentan in Aufruhr. Doch das ist nichts, worüber ich rede. Vor allem nicht, wenn niemand fragt.

Also dann - will keep you up to date on Pais.
1.7.10 19:26


I didn't forget about you.

Mädels, ich blogge ja gar nicht mehr. Ich meine, soviel ist in der letzten Zeit gar nicht passiert, aber - ich erwähnte zum Beispiel gar nicht, dass Resi zu Ostern bei mir war. Oder dass wir Ostereier gefärbt haben. Wie kann man so eine tolle Tatsache einfach übergehen! Ich bin untröstlich.

Also, lasst es mich erzählen. Resi war zu Ostern bei mir. Das ist nun inzwischen das dritte Jahr in Folge, dass wir im Sommer eine Woche miteinander verbringen, nur dass es dieses Mal nicht unbedingt der Sommer war, sondern Ostern. Das Wetter war fast genauso gut.

Da es in Magdeburg nicht mehr soviel zu sehen gibt, was sie nicht kennen würde, musste ich mir ein anderes Programm ausdenken. Das sah zum Beispiel bunt aus:



Wir haben viele lustige bunte Eier gefärbt (und ich möchte die nächsten Monate auch keine bunten Eier mehr sehen) und auch weiter verschenkt. Das Highlight waren vier verschiedene Farben aus zwei verschiedenen Farbbechern... Wie? Das verraten wir euch nicht, das bleibt unser Geheimnis.
Wir haben außerdem noch einen angenehmen Tagesausflug nach Hamburg gemacht (für den mein gesamtes Ostergeld drauf ging), sind an der Elbe entlang spaziert (ist denn die Elbe immer noch dieselbe?, fragt sich der Dom und wundert sich...) und auf ihr gefahren, haben uns im Hamburg Dungeon amüsiert (und vor lauter Angst Händchen gehalten), ich wurde als Hexe beschimpft und hätte am folgenden Tag eigentlich zu meiner Hinrichtung erscheinen sollen... Es war eine schöne Woche.

P.S. Das restliche Ostergeld floss in den gebrauchten Laptop, den ich Resi abgekauft habe.



Und wo wir gerade dabei sind, ich glaube, ich habe meine neue Frisur noch nicht vorgestellt. Die, die ich aus Amerika mitgebracht habe. Ich mag sie, es ist etwas vollkommen anderes und neues, inzwischen kann ich mir sogar wieder ein kleines Stummelschwänzchen zusammenbinden. Meine Haare wachsen einfach zu schnell...



Ich vermisse Amerika.
Ich vermisse die Menschen, Isaac ("Cole!"), Ansleigh, meine Freunde. Ich vermisse es schrecklich, mit Maria über alles zu reden ("You like Calvin, don't you?" - "*blush*"), gemeinsam mit den XAO students nach der Mittwochsrunde zu Truett's zu fahren ("This may be her last Chick-fil-A ever!!!"), die Women Bible Study, ernste, lustige, ehrliche Gespräche und persönliche Bible Study mit Donna, neues Essen, neue Erfahrungen ("You know, I tend to forget that this is a whole new thing for you - with your good English it seems that you've been here forever" * "What? Only four days yet? I would go crazy!!!"). Alles.
Ich vermisse Amerika.

Nie habe ich so viel gelernt wie dort. Meine Beziehung hat es nicht überlebt, na und? Es ist dort soviel passiert, so viele schöne Dinge, über die ich gar nicht mehr reden kann, sie sind ganz, ganz tief in meinem Herzen und meinem Gedächtnis eingebrannt. Mir ist egal, ob Bekannte mir sagen, ich hätte mich zum Negativen verändert. Es ist nicht negativ. Es ist anders.

Und besser.
Ich vermisse Amerika.
16.6.10 22:13


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